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Vereine, Verbände, Institutionen, Initiativen für die Sprachpflege 

Mit ihrem Bemühen um die Pflege der deutschen Sprache stehen die Stiftung Deutsche Sprache und ihr Haus der deutschen Sprache nicht allein. Zahlreiche Vereinigungen und Vereine, Gesellschaften und Akademien, Institute und öffentlich geförderte wie privat getragene Initiativen setzen sich für die Kenntnis und Verbreitung der deutschen Sprache ein, für ihren Schutz und die Freude an ihr, für das Sprachbewusstsein der Bürger.

Sind Sie in einer Einrichtung oder Vereinigung zur Pflege der deutschen Sprache tätig und möchten Sie diese im HDS bekannt machen? Stellen Sie sie uns bitte vor: d-a-ch[at]hausderdeutschensprache.eu.

Die mitgliederstärkste bürgergesellschaftliche Gruppe ist der Verein Deutsche Sprache e.V, mit über dreißigtausend Mitgliedern auf allen Kontinenten. Die haushalts- und mitarbeiterstärkste Einrichtung ist das staatlich getragene Goethe-Institut mit Vertretungen in etwa einhundert Ländern und Instituten in einem guten Dutzend deutscher Städte.

Das HDS hat für seine Gäste im Folgenden Kurzbeschreibungen und Anschriften einiger dieser Initiativen und Einrichtungen zusammengestellt, zum Teil mit elektronischer Weiterleitung.

 

Zuvor hinweisen möchte es auf eine Initiative besonderer Art, auf die seit Januar 2006 laufende Aktion Lebendiges Deutsch, an der sich bisher Sprachinteressierte in über dreißig Ländern mit mehr als 50.000 Vorschlägen aktiv beteiligt haben. Hier wird jeden Monat über die Medien um Vorschläge zur Eindeutschung eines unnötigen, falschen oder sinnlosen Anglizismus gebeten und für einen weiteren ein eigener Vorschlag der "Aktion“ selbst angeboten. Diese Vorschläge werden von vielen in ihren aktiven Wortschatz übernommen, von anderen kritisiert. Doch letzteres ändert nichts daran, dass ein Nachdenken auf breiter Front in Bewegung gesetzt und vielen Bürgerinnen und Bürgern offenbar erstmals klar wurde, dass jede und jeder selbst einen aktiven Beitrag zur Pflege und zeitgemäßen Weiterentwicklung unserer Sprache leisten kann. Mehr unter www.aktionlebendigesdeutsch.de.

 

 Institutionen der Sprachpflege


Wissen Sie nicht, welche andere Institution oder Gesellschaft (es gibt deren etliche) für Ihr sprachliches Anliegen zuständig ist? Wir kennen sie und sagen Ihnen gern die Adressen (Klicken Sie bitte auf die Logos.). Einige nennen wir Ihnen schon hier:

Logo Deutsche Akademie
Die "Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung“ Darmstadt widmet sich der Pflege und Förderung der deutschen Sprache und Literatur. Mitglieder sind deutschsprachige Autoren und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland. Zu ihren Aufgaben gehören Veranstaltungen zu Sprache, Literatur und Kulturpolitik, Preisverleihungen, die Herausgabe verschiedener Publikationen.

www.deutscheakademie.de

sekretariat[at]deutscheakademie.de

 

Duden
Die "Dudenredaktion“ erarbeitet und aktualisiert Nachschlagewerke zur deutschen Sprache (z.B. das Orthographische Wörterbuch). Die Basis ihrer Arbeit bilden eine Sprachkartei mit gegenwartssprachlichem Belegmaterial und die Materialsammlung der Sprachberatungsstelle, die praktische Sprachpflege betreibt. Die Dudenredaktion will zur Stabilisierung und Kontinuität der deutschen Standardsprache beitragen.

www.duden.de

 

Logo fadaf
Ziel des "Fachverbandes Deutsch als Fremdsprache" ( FaDaF) ist die Förderung des Erlernens der deutschen Sprache im In- und Ausland und damit zugleich die Förderung des interkulturellen Verständnisses. Der Verband unterstützt ausländische DaF-Lerner in Deutschland und ist Interessenvertreter von DaF-Lehrkräften und -institutionen. Er fördert Forschungsprojekte im Bereich DaF.
www.fadaf.de/de/aktuelles

lau-fadaf[at]phil.uni-goettingen.de

 

Logo DSA Marburg
Das "Forschungsinstitut für deutsche Sprache - Deutscher Sprachatlas" der Universität Marburg betreut den Laut- und Formenatlas der deutschen Dialekte sowie den Deutschen Wortatlas. Außerdem gibt er Sprachatlanten, Zeitschriften und Buchreihen heraus. Es will durch die Publikation von Forschungsergebnissen zu den deutschen Dialekten zu einem höheren Ansehen der Mundarten in der Öffentlichkeit beitragen.
www.uni-marburg.de/fb09/dsa/

dsa[at]staff.uni-marburg.de

 

Logo Österreichinstitut
Die 1997 gegründete gemeinnützige "Österreich Institut Gesellschaft mbH" organisiert Deutschkurse, fördert den Deutschunterricht im Ausland und die Zusammenarbeit zwischen österreichischen und ausländischen Einrichtungen.

www.oesterreichinstitut.at

oei[at]oei.org

 

Logo Gesellschaft für deutsche Sprache
Die weitgehend aus öffentlichen Mitteln finanzierte "Gesellschaft für deutsche Sprache" möchte die Sprachentwicklung in Deutschland beobachten. Sie will durch ihre Empfehlungen für den Sprachgebrauch das Sprachbewusstsein der Öffentlichkeit beleben. Mit dem grassierenden "Denglisch" befasst sie sich nicht. Sie gibt die Zeitschriften "Muttersprache“ und "Der Sprachdienst“ heraus. Alle zwei Jahre verleiht sie den Medienpreis für Sprachkultur.
www.gfds.de

sekr[at]gfds.de

 

Logo Deutscher Lehrerverband
Der "Deutsche Lehrerverband" hat 160 000 Mitglieder und ist damit die größte Lehrerorganisation außerhalb des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Er setzt sich - auch in Sachen Deutsch - für ein leistungsfähiges, vielseitiges Schulsystem ein und vertritt zudem die verschiedenen berufspolitischen Ziele der Lehrer. Seine Aktivitäten und sein Engagement umfassen alle Schulbereiche in der Bundesrepublik.
www.lehrerverband.de

info[at]lehrerverband.de

 

Logo Deutscher SprachratDer "Deutsche Sprachrat" ist eine Form der Zusammenarbeit des Goethe-Instituts, des Instituts für deutsche Sprache und der Gesellschaft für deutsche Sprache. Er möchte die Position der deutschen Sprache im In- und Ausland stärken, durch Beratung und Information das Sprachbewusstsein und die Sprachkultur fördern. Zu diesem Zweck will er mit sprachgebundenen Medien zusammenarbeiten.
www.deutscher-sprachrat.de

deutscher-sprachrat[at]goethe.de

 

Logo Sprachkreis DeutschAls Hauptaufgabe sieht der schweizerische "Sprachkreis Deutsch" den Kampf gegen die weitverbreitete Gleichgültigkeit gegenüber dem sprachlichen Ausdruck. Seine Aufmerksamkeit gilt vor allem der Bildungspolitik und dem Unterricht der Landessprachen. An die Öffentlichkeit tritt der Sprachkreis Deutsch mit Podiumsveranstaltungen, einer Schriftenreihe und den vierteljährlich erscheinenden Mitteilungen.
www.sprachkreis-deutsch.ch

info[at]sprachkreis-deutsch.ch

 

Logo Institut für Deutsche Sprache
Das aus öffentlichen Mitteln finanzierte "Institut für deutsche Sprache" ist für die Erforschung und Dokumentation der deutschen Gegenwartssprache und ihrer Geschichte zuständig und möchte zur Förderung der sprachlichen Kultur in Deutschland beitragen. Neben der Forschung zur Grammatik, zum Wortschatz, zur gesprochenen Sprache oder zur Text- und Diskursgeschichte bietet das IDS verschiedene Dienste an.
www.ids-mannheim.de

trabold[at]ids-mannheim.de (Dr. Annette Trabold)

 

 Der "Verein Deutsche Sprache" stellt sich vor:

Logo Verein Deutsche Sprache
 
 
 www.vds-ev.de 
 info[at]vds-ev.de 

“Entweder ich hol mir ein Magengeschwür oder ich gründe einen Verein.” Das habe ich bei der Rückkehr aus Madrid gesagt; da bemerkte ich in Düsseldorf ein Plakat, das mir von anderen Flughäfen bekannt war - mit einem Unterschied: Das Produkt - Made in Germany - wurde überall in der Landessprache angepriesen, nur nicht in Deutschland. “Das ist schon kaum unglaublich”, hätte Karl Valentin gesagt.

Zur Gründung waren wir zu zehnt und hofften auf ein paar Dutzend Leute, denen wie uns der Kragen platzt. Es kam anders. Anfang 2007 zählten zu unserer Bürgerinitiative 30.000 Mitglieder aus aller Welt. Uns eint die Einsicht: Um die Muttersprache müssen wir uns bemühen. Soll sie zur Freizeitsprache verkümmern, gut genug zum Skatklopfen und Bierholen, aber sobald es ernst wird, reden wir Englisch? In der Wissenschaft, im Geschäft, im Kindergarten? Was wird aus unserer Sprache, der Madame de Staël, eine Französin, vor zweihundert Jahren bescheinigte, sie sei “viel philosophischer als die italienische, viel poetischer in ihrer Kühnheit als die französische, dem Rhythmus der Verse viel günstiger als die englische”?
Der sprachlichen Gedankenlosigkeit überlassen wir nicht das Feld. Längst geht unser Schaffen weit hinaus über die Proteste gegen Denglisch und das Übermaß an Anglizismen. Beides hat uns bis nach Nepal bekannt gemacht. Wissenschaftler aller Fächer, Experten aus Wirtschaft, Kultur, Verwaltung, Schule, auch den Parteien des Bundestags unterstützen uns. Bis auf die Extremen - sie fühlen sich bei uns nicht wohl.
Am stärksten vertreten sind die Gelehrten und die Zornigen, gemeinsam ist allen die Freude an der Sprache und die Sorge, dass sie verwildert, wenn wir uns nicht um sie kümmern. Und das tut jeder auf seine Weise.
Sie auch? Bringen Sie Ihre Liebe zur Muttersprache ein, machen Sie mit in einer unserer Initiativen. Heben Sie eine eigene, neue Idee aus der Taufe, oder genießen Sie im Kreise Gleichgesinnter, was an Schönheit und Wahrheit in unserer Sprache erdacht und geschrieben wurde.
Ihr Walter Krämer, Vorsitzender im Verein Deutsche Sprache e.V.

PS: Die Mitglieder wählen in ihren Vorstand immer Leute, die in anderen Sprachen gut zu Fuß sind. Warum wohl?


Wer sind wir, was wollen wir?

Ein prominenter Wirtschaftswissenschaftler meint im Ernst, man könne “Goethe, Schiller und die anderen Schreiberlinge auch auf Englisch lesen”. Albert Einstein würde es die Sprache verschlagen. Er hat's auch im Exil nicht gelassen, seine Gedanken auf Deutsch zu verfassen.
Sprache ist ein Kulturgut; sie wird gebraucht oder missbraucht, Sprache ist kein Gewächs, das man wuchern lässt. Und wenn schon das ewig falsche Argument herhalten muss, die Sprache entwickele sich sowieso natürlich - dann bitte wie unter der Hand des Gärtners, der seine Tulpen und Tomaten pflegt.
Übrigens, auch die Arbeit des Übersetzers ist eine Kulturleistung. In keine Sprache der Welt wird so viel Literatur übersetzt wie in unsere. Ihren größten Dichter entdeckten die Engländer erst wieder, als die genialen Übersetzungen von Schlegel und Tieck dazu führten, dass Shakespeare auf deutschen Bühnen heimisch wurde.

"Ein Volk hat eigentlich nicht das Recht, etwas, das zum Weltkulturerbe gehört, verwahrlosen zu lassen.” (Dieter E. Zimmer, früher Feuilletonchef der ZEIT).


Fürchten wir fremde Wörter?

Wir haben nichts gegen Fremdwörter, nichts gegen Entlehnungen aus dem Englischen. Wir fordern mehr Augenmaß im Umgang mit der Sprache, wir wünschen, dass sie künftigen Generationen als Kulturgut und als Mittel der Verständigung erhalten bleibt, dass sie nicht erstickt unter Anglizismen, die nur zum Protzen gut sind.
Wir sprechen gern Deutsch und bedienen uns seiner Vielfalt und seiner Tiefe: Über vierhundert Professoren, darunter Nobelpreisträger, von der Germanistik über die Ingenieurwissenschaften bis zu Physikern und - wen überrascht es? - viele Anglisten, Tausende promovierte und andere Fachleute aller Branchen, Unternehmer, Freiberufler und Angestellte - nicht zu vergessen die kampfesfreudigen, Leserbriefe schreibenden Pensionäre, aber auch immer mehr Jugendliche und Studenten - wir sind der Verein Deutsche Sprache.
Denglisch versprüht nicht mehr den Duft der großen, weiten Welt. Ästethic Nails (kein Druckfehler!) heißt ein Berliner Kosmetikstudio! Die Londoner Times nennt solche Anbiederei “sprachliche Unterwerfung” (linguistic submissiveness).

Erfolge in der Sprachlandschaft

Eine Studie der Werbeagentur Endmark aus dem Jahre 2005 weist nach, dass die wenigsten Verbraucher verstehen, was sie auf Englisch anbrüllt. Zwar behaupten Kenner der Werbung, aufs Verständnis komme es nicht an, trotzdem weichen englische Slogans deutschen Werbesprüchen.
Der Präsident des deutschen Bundestages, Norbert Lammert, lehnt Brüsseler Dokumente ab, wenn nicht auf Deutsch vorgelegt - zur Verblüffung der EU-Beamten: Aber Deutsch ist die stärkste Muttersprache der Europäischen Union und eine ihrer drei Arbeitssprachen.
Auf einmal gibt es mehr Musik mit deutschen Texten im Radio und Fernsehen und nicht die dümmsten. Tokio Hotel weckt sogar die Neugier junger Franzosen auf die deutsche Sprache.
Führungskräfte, die sich als Chief Executives spreizen und Englisch zur Konzernsprache machen, wechseln immer schneller ihre Stellung - und stiften Unheil woanders.
Die Parteien entdecken Beschilderung, Werbung, Warnhinweise in der Muttersprache als Anliegen des Verbraucherschutzes.
“Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch” soll bald im Grundgesetz stehen; höchste Zeit, da schon in manchen Kindergärten Englisch vor Deutsch drankommt.
Vertritt nun der Verein Deutsche Sprache den Zeitgeist oder seine Gegenströmung? Zum Stimmungswandel haben wir jedenfalls beigetragen.

"Es nervt mich tierisch. Viele Leute, die keine Silbe Englisch können, hören sich an, als wären sie beschissen aus dem Englischen übersetzt worden" (Harry Rowohlt, Übersetzer).


Jeder, wie er kann und möchte

Wir sind eine Bürgerinitiative. Jeder ist willkommen, es herrscht kein Druck. Sie können auch im Stillen unsere Arbeit unterstützen. Oder Sie mischen mit. Sie können:
- in Fußgängerzonen aufklären, diskutieren, neue Mitglieder werben;
- unsere Vorträge besuchen oder selber sprechen;
- als Kunde oder Leser Briefe schreiben - unter Ihrem Namen, sonst meint der Empfänger, die Aktion sei vom Verein gesteuert;
- bei einer Arbeitsgruppe mitwirken oder eine neue Initiative in Ihrem Spezialgebiet aus der Taufe heben;
- als Regionalsprecher zur Verfügung stehen, Aktionen in der Region mitgestalten;
- mitreden im Forum Klartext und mitgestalten in unseren Wiki-Abteilungen (ab Sommer 2007).
- Oder auch nur spenden. Geld für unsere Projekte ist stets willkommen. Spenden sind absetzbar, auch Ihr Beitrag gilt steuerlich als Spende (bis 100 € genügt als Beleg der Nachweis des Lastschrifteinzugs).
Vor allem kann sich jeder seiner Sprache bewusst werden, sich selbst beim Reden zuhören und behutsam oder beherzt, zärtlich oder zupackend damit umgehen.

"Unermeßlichen Einfluß auf die ganze menschliche Entwicklung eines Volkes hat die Beschaffenheit seiner Sprache" (Johann Gottlieb Fichte).


Beispiele für Initiativen des VDS

Dichten und Lesen
Wir stiften die Kinder zum Dichten an, wir laden Erwachsene zu Lesungen ins Rathaus ein, wir veranstalten Literaturwettbewerbe für Schüler, wir gewinnen neue Freunde für den Genuss der Sprache.


Kulturpreis Deutsche Sprache, Sprachpanscher und Sprachhunzer
Wir ehren Menschen, die unserer Sprache Gutes tun, mit dem dreigeteilten "Kulturpreis Deutsche Sprache". Bisherige Träger des Jacob Grimm-Preises waren u. a. Ludmilla Putina und Vicco von Bülow (Loriot). Den Initiativpreis gewannen z. B. das Landratsamt im Kreis Harburg und der Verein für die pädagogische Arbeit mit Zuwandererkindern e.V. in Osnabrück. Den Institutionenpreis bekamen u.a. die Redaktion der Stuttgarter Zeitung und die Weleda AG : www.kulturpreis-deutsche-sprache.de
Den Sprachpanscher des Jahres wählen die Mitglieder des VDS, z. B. den Ministerpräsidenten Günther Oettinger und die Chefs von Telekom und Bahn. In den vierteljährlichen Sprachnachrichten stellen wir aus Leservorschlägen die neuesten Sprachhunzer vor.


Denglisch

Wir plagen Sprachverbraucher, deren Updates gedownloadet werden, Moderatoren, die auf Events öffentlich speakern, Banken, die ihren Kunden die Finanzen stylen, Sportler, die sich als Fitnesscouch anbieten, Politiker, die uns von der Stand-by-Nation zur Top-Runner-Generation machen möchten (alles buchstabengetreu zitiert).


Tag der Deutschen Sprache

Seit 2001 feiern wir am zweiten Septembersamstag den Tag der Deutschen Sprache: am Stand in der Fußgängerzone, mit Sprachwettbewerb und Autorenlesung, im Radiogespräch über “Die deutsche Sprache in der Globalisierung”, beim Straßentheater und Tanz. Nach und nach freunden sich auch die Kultusminister mit diesem Tag an: Aktuelles und Berichte unter www.vds-ev.de


Sprachenpolitik in Europa

In der Arbeitsgruppe “Sprachenpolitik in Europa” versammeln sich Wissenschaftler, die Erfahrung in transnationaler Zusammenarbeit mitbringen, und Experten aus der Umgebung der EU-Behörden. Fahrlässig haben deutsche Politiker Deutsch als dritte Arbeitssprache der Europäischen Union preisgegeben. Den Status wollen wir zurückgewinnen. Wir fordern, dass die EU mehr Übersetzer und Dolmetscher beschäftigt; Sprachenvielfalt dient der schöpferischen Innovationskraft, sie ist ein wirtschaftlicher Vorteil. Ihn auszubauen, ist eine Investition in unsere Zukunft.


Auslandsarbeit

Wir suchen und finden die Sprecher und Freunde des Deutschen in aller Welt. Wir arbeiten zusammen mit Institutionen der Muttersprachen in den Nachbarländern. Über die Hälfte unserer Mitglieder lebt im Ausland. Auch in den übrigen 23 Amtssprachen der Europäischen Union sehen wir natürliche Verbündete für die Erhaltung unserer Sprache, so wie wir uns für ihre stark machen.

“Die Deutschen sind das einzige Volk, das meint, in den Augen der anderen Völker weniger beliebt zu sein, als es in Wahrheit ist. Alle anderen halten sich für beliebter, als sie es tatsächlich sind.” (Susan Neiman, US-Philosophin).


Deutsch als Wissenschaftssprache

Wir erinnern daran, dass Wissenschaftler ihre Gedanken in der Muttersprache klar entwickeln und überzeugend vermitteln können, auf Englisch können es die meisten nicht. Zweitklassige Sprachkenntnisse verhindern erstklassige Wissenschaft. Gewiss, heutzutage muss auf Englisch veröffentlicht werden - warum nicht erst auf Deutsch zu Papier bringen und von kundigen Übersetzern übertragen lassen?
Neue Mitglieder begrüßen wir mit der Denkschrift Deutsch als Wissenschaftssprache von Prof. Walter Krämer. Der IFB Verlag hält auch zu diesem Thema mehrere Bücher und Broschüren bereit: www.ifb-verlag.de


Bachelor / Master

Wir halten nichts davon, bewährte und weltweit geschätzte Abschlüsse für zweifelhafte Bachelor- und Mastertitel aufzugeben. Bei allem Reformbedarf an unseren Hochschulen - wir wünschen, dass sie bei ihren Schwächen aufräumen, statt sich eilfertig auf ein niederes Niveau einzurichten.


Immersionsunterricht

Wir greifen die Bedenken der Eltern auf: Welche Fremdsprachen die Kinder in der Grundschule lernen, ist eine ihrer Sorgen. Gefährlicher ist, was unter dem Namen Immersionsunterricht gepriesen wird: Kinder sollen, noch bevor ihre Muttersprache gefestigt ist, vollständig im Englischen untertauchen, in dieser Sprache wird aller Unterricht verabreicht. Gegen bundesweiten Immersionsunterricht heißt die Arbeitsgruppe. Sie wendet sich gegen die landesweite Panikmache in diesem Geschäft und untersucht Lösungen für den kindgemäßen Umgang mit Fremdsprachen.


Stellensuche

Die Initiative Eine Stelle finden mit gepflegter Muttersprache vermittelt Schülern und Studenten in Werkstätten, wie ihnen die Sprache hilft: zur Selbsterkenntnis bei ihrer Berufswahl, bei der Erkundung ihrer Aussichten im Markt und bei der Bewerbung. Die Unternehmen erfahren, wie sie sich den Bewerbern verständlich machen. Schirmherr für das erste Projekt dieser Reihe war der Kultusminister Sachsens: www.kultur-nuetzt.org

"Kinder, die sich in der Muttersprache sicher bewegen, bringen es im Erlernen der Fremdsprache zu mehr Eleganz.” (György Konrad, Schriftsteller).


Deutsch ins Grundgesetz

Wenn schon die Farben Schwarz-Rot-Gold und der Name der Hauptstadt festgeschrieben sind, gehört auch dieser Satz ins Grundgesetz: “Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch.” Sonst wird bereits den Krabblern im Kindergarten der Anspruch auf die Muttersprache versagt. Prof. Walter Jens sagte vor einigen Jahren: “Wenn es so weiter geht, sprechen wir in zehn Jahren nicht mehr richtig Deutsch und noch nicht richtig Englisch.” Die zehn Jahre sind bald um.
Unsere Muttersprache dient 15 Millionen Menschen “mit Migrationshintergrund” als die verbindliche Amts-, Umgangs- und Arbeitssprache, warum nicht uns?


Verbraucherschutz

Jeder Bürger hat das Recht, Englisch nicht zu können, zum Beispiel wenn ihm das Talent für Sprachen fehlt. Wir als Kunden wollen auf Deutsch erfahren, wofür wir unser Geld ausgeben, wie wir das Erworbene bedienen, Schäden vermeiden, die Umwelt schützen. Über drei Millionen im Lande können kaum lesen und schreiben; Englisch bei Bahn, Post und Telekom erschwert ihre Lage. Auch Touristen rechnen damit, dass wir Deutsch sprechen und, wo es sein muss, mehrsprachige Hinweise anbringen! Es muss einen Schutz gegen englische Bezeichnungen geben, die kaum ein Einheimischer und oft mancher Engländer nicht versteht.

"Oder ist die deutsche Sprache vogelfrei, als eine Kleinigkeit, die nicht des Schutzes der Gesetze wert ist, den doch jeder Misthaufen genießt?” (Arthur Schopenhauer).


Anglizismenindex

Mit dem Anglizismenindex haben wir ein lebendiges Lexikon für Neugierige und für jene geschaffen, die sich nicht mehr auskennen: Was bedeutet das englische Wort im Original, in welchem Sinn und Zusammenhang wird es bei uns gebraucht und welche Entsprechungen bieten sich an? Probieren Sie ihn aus, auf www.anglizismenindex.de oder als Buch vom IFB Verlag, Paderborn.


Sprachberatung

Die Stiftung Deutsche Sprache bietet Sprachberatung im Internet an, für Mitglieder ist sie kostenlos. Fragen Sie sprachberatung[at]stiftungds.de. Im Haus der deutschen Sprache sind alle willkommen, die Freude an ihrer Sprache haben und die der anderen respektieren, die mehr über ihre Sprache wissen wollen, mit ihr arbeiten müssen oder spielen möchten, die Rat geben können oder suchen: ww.hausderdeutschensprache.eu


Viele weitere Arbeitsgruppen

Nicht für alle Initiativen gab es Platz an dieser Stelle. So gibt es Arbeitsgruppen für klares Deutsch ...
... in Schulen: für Lehrer, Schüler, Schulchöre,
... in Parteien: Bündnis 90/Die Grünen, CDU, FDP und SPD,
... in Berufen: Betriebswirte, Mathematiker, Statistiker, Volkswirte, Medizin und Biomedizin, Marketing,
... in Branchen: Informationstechnik und Informatik, auch im Mittelstand, im Patentwesen, in der Stadtplanung und Stadtkultur, in der Kirche, in der Verwaltung,
... in Spezialgebieten: Arbeitsgruppen für Dialekte, Hauptversammlungen, Esperantisten, Interlinguisten
... und bei der Musik in den Medien ist uns Vielfalt lieber als die ewig gleichen Ohrwürmer, ganz ohne Quoten.


Zwölf von vielen Prominenten im VDS

Hape Kerkeling, Schauspieler und Komödiant: “Seitdem ertappe ich mich dabei, wie ich mir wirklich über jedes Wort Gedanken machen muß.” Zum Sensationserfolg seines Buches Ich bin dann mal weg.

Angela Elis, Fernsehmoderatorin, über ihre siebenjährige Tochter Lilly: “Auch wenn sie selber Aussagen trifft, wie 'Der Traum ist länger als die Nacht' - bereitet es mir große Freude, diese Worte klingen zu lassen und abzuwägen.”

Dr. Max Adenauer: “Wir brauchten auch bei uns so etwas wie die Académie Française.”

Peter Herbolzheimer, Bigband-Leiter: “In Deutschland hat man das Gefühl einer starken Suche nach einer musikalischen Identität, die fehlt.”

Werner Kieser, Chef der Kieser Training AG: “Meine Meinung zur deutschen Sprache: Ihr richtiger Gebrauch fördert das Denken, ihr Missbrauch hemmt es.”

Matthias Matussek, Kulturchef des SPIEGEL: “Es gibt unwiderlegbare Zusammenhänge zwischen der Bindungskraft einer Nation und ihrem wirtschaftlichen Erfolg.”

Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken: “Man wird schwerlich in der Welt noch eine andere Gesellschaft finden, die ihre eigene Sprache so schamlos missachtet und so hemmungslos aufgibt wie die deutsche Gesellschaft.”

Professor Edda Moser, weltweit gefeierte Sängerin an der Metropolitan Opera: “Die deutsche Sprache verendet wie ein krankes Tier.”

Wolf Schneider, Journalist, Sprachkritiker und Stilmeister: “Wenn ein Dutzend deutscher Korrespondenten in Washington die deutsche Sprache zum Schlechteren verändert hat - warum sollten die 30.000 Journalisten der Bundesrepublik nicht imstande sein, sie zum Besseren zu verändern?”

Bastian Sick, Zwiebelfisch: “Wer seine Sprache mit Englisch garniert, gibt sich weltgewandt und modern. Und kann sich abgrenzen gegen all jene, die ihn nicht verstehen sollen, weil er in Wahrheit gar nichts mitzuteilen hat.”

Prof. Dr. Dr. h.c. Harald Weinrich, Sprach- und Literaturwissenschaftler: “Sprache ohne Sprachkultur ist für mich etwas Monströses.”

Zé do Rock, Schriftsteller: “Da gibt es eine Münchener  Kneipe, die einen sandwich mit cheese und bacon anbietet. Der Wahnsinn, oder?”


Verein

Der Vorstand

Prof. Dr. Walter Krämer, Mathematiker und Ökonom (Vorsitzender)
Dr. Gerd Schrammen, Literaturwissenschaftler (Stellvertreter)
Dr. Walter Terschüren, Unternehmer (Schatzmeister)

Beisitzer
Prof. Dr. Menno Aden, Kirchenpräsident a. D.
Björn Akstinat, Journalist und Medienberater
Dipl.-Ing. Oliver Baer, Marketingberater
Prof. Dr. Roland Duhamel, Germanist
Eva-Maria Kieselbach, Schriftsetzerin
Heiner Schäferhoff, Diplom-Verwaltungswirt
Manfred Schroeder, Romanist und Germanist
Dr. Dietrich Voslamber, Diplomphysiker

Der wissenschaftliche Beirat
Prof. Dr. Roland Duhamel (Vorsitzender), Vakgroep Germaanse Taal en Letterkunde, Universiteit Antwerpen, Belgien
Prof. Dr. Helmut Glück, Deutsche Sprachwissenschaft / Deutsch als Fremdsprache, Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Prof. Dr. Lutz Götze, Deutsch als Fremdsprache, Universität des Saarlandes, Saarbrücken
Dr. Hans Haider, Redaktion Die Presse, Wien
Prof. Dr. Horst Haider Munske, Universität Erlangen
Prof. Dr. Johannes Heinrichs, Philosophie und Sozialökologie, Humboldt-Universität Berlin
Prof. Dr. Robert Hinderling, Germanistische Linguistik und Dialektologie, Universität Bayreuth
Prof. Dr. Heinrich P. Kelz, Sprachlernzentrum, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Prof. Dr. Ulrich Knoop, Deutsches Seminar I, Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg
Prof. Dr. Wolfgang Sauer (stv. Vorsitzender), Universität Hannover
Prof. Dr. Heinz-Günter Schmitz , Deutsche Philologie, Christian-Albrechts-Universität, Kiel
Dr. Franz Stark (stv. Vorsitzender), Journalist, Autor, Moderator (u. a. Bayerischer Rundfunk), München
Prof. Dr. Gerd Ueding, Direktor des Seminars für Allgemeine Rhetorik, Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Prof. Dr. Ferdinand Urbanek, Germanistische Sprachwissenschaften, Universität Duisburg-Essen
Prof. Dr. Wolfram Wilss, Angewandte Sprachwissenschaft, Universität des Saarlandes, Saarbrücken

Kontaktaufnahme:
info[at]vds-ev.de über die Geschäftsstelle und im Internet: www.vds-ev.de

Geschäftsführer: Holger Klatte

Schwesterorganisation:
Stiftung Deutsche Sprache, www.stiftungds.de mit dem Haus der Deutschen Sprache: www.hausderdeutschensprache.eu.

Sprachnachrichten
Vierteljährlich erscheinen die Sprachnachrichten mit Beiträgen von Experten und Praktikern, Mitgliedern und Lesern, auch im Netz in der gleichnamigen Rubrik.
Die Sprachnachrichten erhalten inländische Mitglieder mit der Post. Man liest sie auch unter www.vds-ev.de

Anschrift

Verein Deutsche Sprache e.V.
Postfach 10 41 28
44041 Dortmund

Der Verein gliedert sich in Regionen, gemäß den ersten beiden Stellen der Postleitzahl. Er ist vom Finanzamt Dortmund-Hörde mit Bescheid vom 23.12.2003 als gemeinnützig anerkannt (Steuer-Nr. 315/0136/4426). Mitgliedsbeiträge und Spenden sind absetzbar, bis 100 € genügt als Beleg der Kontoauszug.

Dortmunder Volksbank
Konto-Nr. 248 162 6600
BLZ 441 600 14    
IBAN: DE72 4416 0014 2481 6266 00
BIC: GENODEM1DOR

Öffentlichkeitsarbeit und V.i.S.d.P.: Oliver Baer